, Beck Karl-Heinz

Obstbäume, die kaum einer kennt.

Am 16.09.2023 waren wir Gast im Obsterhaltungsgarten von unserem Vorstandskollegen Ferdinand Börsig.

Wir hatten diesen Besuch zum gleichen Zeitpunkt vor einem Jahr vorgesehen. Da war es nasskalt, dieses Mal sommerlich warm. Ideale Bedingungen für einen Rundgang in diesem außergewöhnlichen Obstgarten mit seinen mehr als 400 seltene und historische Obstsorten.

Ferdinand sammelt seit Jahren alte Obstsorten in Form von „Edelreisern“ die er auf eine entsprechende Unterlage (Wurzelstock einer anderen Obstart/-sorte) aufpfropft. Mit dieser Methode kann er bedrohtes Genmaterial erhalten und so vor dem Aussterben bewahren. So befindet sich in seinem Garten auch eine Apfelsorte (Baum), von der nur noch drei Exemplare existieren.

Neben Namen von Prinzen und Grafen, „hochwohlgeboren“ halt, gibt es Raritäten aus aller Welt, die sich in seinem Garten eingefunden haben. Sie wachsen und gedeihen dort und verlassen als Abbild eines Originals dieses Kleinod, um bei einem neuen Gartenliebhaber Wurzeln zu schlagen. Manches heimliche Familienmitglied in Form eines Obstbaumes konnte auf diese Art, vor seinem Verschwinden gerettet werden.

Welch ein Geschmack bei einem Biss in Apfel und Birne, deren Namen kaum einer kennt, die aus dem Obstangebot, das wir alle so kennen, leider verschwunden sind!

Beim anschließenden gemütlichen Beisammensein konnte Selbstgemachtes, in flüssiger und in fester Form genossen werden.

Danke für die Einladung – es war wieder toll!